Am 13. Oktober 2026 hat Microsoft an seinem monatlichen Patchday mehr als 1.400 Sicherheitslücken geschlossen - eine davon in Windows wird bereits für Angriffe ausgenutzt. Zugleich erhält Windows 11 in der Version 24H2 für die Editionen Home und Pro keine Updates mehr. Betriebe sollten die Updates jetzt zügig verteilen und prüfen, welche Windows-Version auf ihren Rechnern läuft.
Was ist beim Microsoft-Patchday im Oktober passiert?
Jeden zweiten Dienstag im Monat veröffentlicht Microsoft gesammelt Sicherheitsupdates für Windows, Office und seine Serverprodukte. Die Oktober-Lieferung ist erneut außergewöhnlich groß: Fachmedien zählen je nach Zählweise zwischen 1.411 und 1.414 behobene Schwachstellen, mehrere Dutzend davon gelten als kritisch. Schon im September hatte Microsoft mit fast 1.000 Lücken einen Rekord aufgestellt - mehr dazu in unserem Beitrag zum Patchday September 2026.
Welche Lücke wird bereits ausgenutzt?
Am dringendsten ist eine Schwachstelle in der Windows-Oberfläche (CVE-2026-96951). Microsoft bestätigt, dass sie bereits für Angriffe genutzt wird. Sie hebelt den sogenannten Mark of the Web aus: Windows markiert Dateien aus dem Internet und warnt, bevor sie geöffnet werden. Genau diese Warnung lässt sich über die Lücke umgehen.
Laut Microsoft läuft ein Angriff typischerweise so ab: Ein Angreifer schickt eine präparierte Datei per E-Mail oder Messenger oder lockt auf eine Webseite, und ein Mitarbeiter öffnet die Datei oder klickt den Link an. Ohne diese Mithilfe funktioniert der Angriff nicht. Neben dem Update hilft deshalb ein geschultes Team, das verdächtige Anhänge erkennt - wie Angreifer Mitarbeiter dazu bringen, selbst etwas auszuführen, zeigt auch unser Beitrag zur BSI-Warnung vor gefälschten Captchas.
Was ist außerdem betroffen?
Das Update schließt zahlreiche kritische Lücken, über die Angreifer laut den Fachberichten aus dem Netzwerk Schadcode ausführen könnten. Für Betriebe besonders relevant sind:
- Outlook und Word: mehrere kritische Lücken, die über präparierte E-Mails und Dokumente ausgenutzt werden könnten - Office-Updates gehören deshalb auf jeden Arbeitsplatz.
- Exchange Server: eine kritische Lücke im E-Mail-Server, der in vielen Betrieben im eigenen Haus läuft.
- DHCP-Server: mehrere kritische Lücken in dem Dienst, der im Firmennetz automatisch Netzwerkadressen vergibt.
Windows 11 24H2: Für Home und Pro ist Schluss
Laut dem Microsoft-Produktlebenszyklus war das Oktober-Update das letzte für Windows 11 Version 24H2 in den Editionen Home und Pro. Gerade in kleinen Betrieben laufen viele Rechner mit Windows 11 Pro. Bleiben sie auf 24H2, sind sie ab dem nächsten Patchday nicht mehr geschützt. Der Überblick (Stand: Oktober 2026):
| Windows-11-Version | Edition | Sicherheitsupdates bis |
|---|---|---|
| 24H2 | Home, Pro | Oktober 2026 (beendet) |
| 25H2 | Home, Pro | Oktober 2027 |
| 26H2 | Home, Pro | Oktober 2028 |
| 23H2 | Enterprise, Education | November 2026 |
| 24H2 | Enterprise, Education | Oktober 2027 |
Wie finde ich heraus, welche Windows-Version auf meinem PC läuft?
Welche Version installiert ist, sehen Sie unter Einstellungen › System › Info oder nach Eingabe von „winver" im Startmenü. Schulen und Einrichtungen mit Education- oder Enterprise-Lizenzen sollten außerdem Rechner mit Version 23H2 im Blick haben: Für sie kommt im November das letzte Update.
Und Windows 10?
Rechner mit Windows 10 erhalten Sicherheitsupdates nur noch über das kostenpflichtige Programm Extended Security Updates (ESU). Was das für Unternehmen bedeutet, lesen Sie in unserem Beitrag zum Stichtag für Windows 10 und Office 2021.
Sie wissen nicht genau, welche Windows-Versionen in Ihrem Betrieb laufen? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in Ruhe, wie Ihre Rechner sicher auf dem aktuellen Stand bleiben.
Was bedeutet das für Sie?
- Updates jetzt einspielen: zuerst das Windows-Update wegen der bereits ausgenutzten Lücke, dann Office auf allen Arbeitsplätzen, dann Exchange- und Netzwerkserver.
- Vorher sichern: Eine aktuelle, geprüfte Datensicherung macht Probleme nach einem Update beherrschbar.
- Versionen prüfen: Rechner mit Windows 11 24H2 Home oder Pro auf Version 25H2 oder 26H2 bringen, Windows-10-Rechner nur mit ESU weiter betreiben.
- Team sensibilisieren: Unerwartete Anhänge und Links nicht öffnen, im Zweifel nachfragen.
- Erfolg kontrollieren: Prüfen, ob die Updates auf allen Geräten tatsächlich installiert sind - auch auf Notebooks im Homeoffice.
Wer dafür im Alltag keine Zeit hat, kann die Aufgabe an einen IT-Dienstleister abgeben, wie an die okm Bürosysteme GmbH: Bei den Managed Services von okm gehören Monitoring, Updates und Wartung zur laufenden Betreuung, und bei Störungen hilft der IT-Service per Fernwartung oder vor Ort. okm betreut seit 1990 Unternehmen, Kanzleien und Praxen in Sachsen-Anhalt und der Region Braunschweig-Wolfsburg - mehr unter Über okm und auf unserer Seite IT-Service für Mittelstand und Handwerk.


