Windows 10 und Office 2021: Was sich am 13. Oktober für Unternehmen ändert

Kalenderblatt 13. Oktober vor einem Monitor - Stichtag für Windows 10 und Office 2021

Am Dienstag, 13. Oktober 2026, ist für viele Büros ein Stichtag: Für Unternehmen endet das erste Jahr der bezahlten Sicherheitsupdates für Windows 10, und Microsoft beendet die Unterstützung für Office 2021 vollständig. Wer beides noch im Einsatz hat, sollte jetzt entscheiden, wie es weitergeht - bevor die nächsten Sicherheitslücken bekannt werden.

Windows 10: Das erste ESU-Jahr läuft aus

Den regulären Support für Windows 10 hat Microsoft bereits am 14. Oktober 2025 beendet. Seitdem erhalten Firmenrechner nur noch Sicherheitsupdates, wenn das Unternehmen am kostenpflichtigen Programm „Extended Security Updates" (kurz ESU) teilnimmt. Das Programm ist auf höchstens drei Jahre angelegt, und jedes Jahr hat ein festes Ende:

  • Jahr 1 endet am 13. Oktober 2026,
  • Jahr 2 endet am 12. Oktober 2027,
  • Jahr 3 endet am 10. Oktober 2028.

Laut Microsoft verdoppelt sich der Preis je Gerät mit jedem weiteren Jahr. Fachmedien weisen zudem darauf hin, dass ein späterer Einstieg nicht günstiger wird: Wer erst im zweiten Jahr einsteigt, bezahlt das erste Jahr nach.

Die kostenlose Verlängerung gilt nicht für Firmenrechner

Vielleicht haben Sie gelesen, dass Windows 10 noch bis Oktober 2027 kostenlos Sicherheitsupdates erhält. Das stimmt - allerdings nur für private Geräte. Rechner, die in eine Firmendomäne oder eine zentrale Geräteverwaltung eingebunden sind, sind davon ausgenommen. Für die Arbeitsplätze in Ihrem Büro gilt also weiterhin das bezahlte ESU-Programm.

Office 2021: Ende ohne Verlängerung

Am selben Tag endet der Support für Office 2021. Anders als bei Windows 10 gibt es hier laut Microsoft keine Verlängerung und keine zusätzlichen Sicherheitsupdates. Die Programme starten danach weiterhin, Word, Excel und Outlook funktionieren also wie gewohnt. Microsoft weist aber ausdrücklich darauf hin, dass Sie sich damit ernsthaften Sicherheitsrisiken aussetzen können: Neu entdeckte Lücken werden nicht mehr geschlossen.

Das ist mehr als ein Schönheitsfehler. Schwachstellen in Büroanwendungen gehören laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu den Haupteinfallstoren für Cyber-Angriffe - etwa über präparierte Anhänge in E-Mails.

Vier Wege - und wann welcher passt

  1. Auf Windows 11 aktualisieren: Erfüllt ein Rechner die Systemvoraussetzungen, ist das Upgrade kostenlos. Das ist meist der günstigste Weg.
  2. Geräte erneuern: Ältere PCs, die Windows 11 nicht unterstützen, lassen sich durch neue Arbeitsplätze ersetzen - am besten geplant und nicht erst, wenn etwas ausfällt.
  3. ESU verlängern: Für einzelne Rechner, die eine Fachanwendung noch unter Windows 10 brauchen, kann das zweite ESU-Jahr eine Brücke sein. Bei steigenden Preisen sollte es aber eine Übergangslösung bleiben.
  4. Office neu aufstellen: Für Office 2021 gibt es keine Verlängerung. Hier bleibt nur der Umstieg auf eine aktuell unterstützte Office-Version.

Was bedeutet das für Sie?

Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick: Auf welchen Rechnern läuft noch Windows 10, wo ist Office 2021 installiert, und welche Geräte schaffen den Wechsel auf Windows 11? Mit dieser Liste lässt sich nüchtern rechnen, ob sich eine Verlängerung lohnt oder ob neue Arbeitsplätze die bessere Investition sind.

  • Bestandsaufnahme aller PCs und Notebooks mit Betriebssystem und Office-Version
  • Prüfen, ob Ihre Fachprogramme unter Windows 11 freigegeben sind
  • ESU nur für die Geräte verlängern, die wirklich noch Windows 10 brauchen
  • Die Umstellung in ruhigen Wochen einplanen, nicht mitten im Jahresendgeschäft

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