Kleine und mittlere Unternehmen aus Sachsen-Anhalt können ab dem 16. November 2026, 13:00 Uhr, wieder Zuschüsse für Digitalisierung und IT-Sicherheit beantragen. Das Landesprogramm DIGITAL INNOVATION übernimmt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens 70.000 Euro. Das Verfahren endet, sobald 90 Anträge eingegangen sind. Wer ein Vorhaben plant, sollte es deshalb jetzt vorbereiten - die technische Seite etwa gemeinsam mit dem eigenen IT-Dienstleister wie der okm Bürosysteme GmbH.
Was ist DIGITAL INNOVATION?
„Sachsen-Anhalt DIGITAL INNOVATION" ist ein Förderschwerpunkt im Programm „Digital And Creative Economy" des Landes, finanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Zuständig ist die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB). Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt, die ein investives Digitalisierungsvorhaben umsetzen. Für den 9. Förderaufruf stehen bis zu 6,3 Millionen Euro bereit.
Was wird gefördert?
Laut IB fördert das Programm:
- die Digitalisierung interner Abläufe und Services,
- digitale Vorgänge mit Außenwirkung sowie Marketing- und Vertriebsstrategien,
- die Einrichtung und Erhöhung der IT-Sicherheit.
Als Beispiele nennt die Förderdatenbank des Bundes digitale Plattformen, Steuerungssoftware wie Apps, IT-Sicherheitskonzepte, Cloud-Nutzung und die Vernetzung interner Systeme mit Kunden oder Lieferanten. Entscheidend ist der Innovationsgehalt: Das Vorhaben muss Technologien einsetzen, die im Betrieb bisher nicht oder nicht durchgehend vernetzt genutzt werden.
Wie hoch ist die Förderung?
| Punkt | Regel laut IB (Stand: Oktober 2026) |
|---|---|
| Zuschuss | bis zu 50 Prozent der förderfähigen Personal- und Sachausgaben, Investitionen und Dienstleistungen |
| Höchstbetrag | 70.000 Euro |
| Mindestförderbetrag | 3.000 Euro |
| Gesamtkosten des Vorhabens | höchstens 200.000 Euro |
| Leistungen von Beratern | förderfähiger Anteil höchstens 6.000 Euro |
| Projektlaufzeit | höchstens 12 Monate |
| Antragsstart | 16. November 2026, 13:00 Uhr, nur online im IB-Kundenportal |
| Ende des Verfahrens | sobald 90 Anträge eingegangen sind |
Worauf achtet die Investitionsbank bei der Auswahl?
Die IB bewertet jeden Antrag nach Punkten, weiter kommen nur Vorhaben über der Mindestpunktzahl. Die Kriterien stehen in den Informationen zur Vorhabenauswahl für den 9. Förderaufruf:
- Innovativer Charakter: Die volle Punktzahl gibt es, wenn die Digitalisierung von Abläufen, Produkten oder Geschäftsmodellen, individuelle Software oder Cybersicherheit den Kern und den Großteil der Ausgaben ausmacht. Steht die Anschaffung neuer Geräte im Mittelpunkt, gibt es weniger Punkte. Ersatzbeschaffungen und die Weiterentwicklung eines bereits geförderten Vorhabens führen zum Ausschluss.
- Nutzer: Je mehr Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten die Lösung nutzen, desto höher die Bewertung.
- Effizienz: Kleinere Förderbeträge werden besser bewertet als große. Das Vorhaben muss sich innerhalb von fünf Jahren refinanzieren - belegt mit Zahlen, etwa zu eingesparter Arbeitszeit oder zusätzlichem Umsatz.
- Nachhaltigkeit: Die Lösung muss mindestens fünf Jahre nutzbar sein. Zusatzpunkte gibt es für Ressourceneffizienz, Barrierefreiheit oder Interoperabilität.
Gut zu wissen: Beim Einsatzbereich erhalten gewerbliche Unternehmen außerhalb der IT-Branche die meisten Punkte, freiberuflich geführte Betriebe wie Kanzleien oder Praxen etwas weniger. Je Förderrunde darf ein Unternehmen nur einen Antrag stellen - wer mehrere einreicht, scheidet laut FAQ der IB mit allen Anträgen aus.
Welche IT-Vorhaben kommen in Frage?
Ob ein konkretes Vorhaben gefördert wird, entscheidet allein die IB. Für kleine Betriebe ohne eigene IT-Abteilung lohnt es sich aber, diese Themen mit dem IT-Dienstleister durchzugehen:
- ein IT-Sicherheitskonzept mit Schutz von Netzwerk, Zugängen und Daten, einschließlich einer verlässlichen Datensicherung,
- die Einführung oder Vernetzung von Fachsoftware, etwa für Auftragsabwicklung, Dokumente oder den Austausch mit Kunden und Lieferanten,
- sicherer Zugriff auf Programme und Daten von unterwegs oder aus dem Homeoffice.
Wichtig ist, dass das Vorhaben über den bloßen Austausch alter Geräte hinausgeht und einen messbaren Nutzen für die Abläufe im Betrieb hat.
Wie bereiten Sie den Antrag vor?
- Ausgangslage beschreiben: Die Projektskizze verlangt eine genaue Gegenüberstellung von heutigen Abläufen und vorhandener Hard- und Software mit dem geplanten Zustand. Eine IT-Infrastruktur-Analyse liefert dafür eine strukturierte Bestandsaufnahme.
- Kosten und Wirtschaftlichkeit klären: Angebote einholen, Ausgaben- und Finanzierungsplan aufstellen, erwartete Einsparungen mit Zahlen belegen.
- Unterlagen bereitlegen: Projektskizze, KMU-Erklärung, De-minimis-Erklärung und weitere Formulare stellt die IB schon jetzt zum Download bereit.
- Im IB-Kundenportal registrieren: Anträge werden ausschließlich online gestellt.
- Nicht vorher beginnen: Mit dem Vorhaben darf laut IB erst ab Antragseingang begonnen werden - vergeben Sie vorher keine Aufträge.
- Am 16. November ab 13:00 Uhr einreichen: Das Verfahren endet, sobald 90 Anträge vorliegen.
Dieser Beitrag gibt die Angaben der IB wieder (Stand: 18. Oktober 2026). Er ist keine Förderberatung, eine Förderung ist nicht garantiert. Verbindlich sind Richtlinie und Förderaufruf; Fragen beantwortet die kostenfreie Service-Hotline der IB.
okm ist seit 1990 IT-Systemhaus in Magdeburg und betreut kleine und mittlere Unternehmen, Kanzleien und Praxen in Sachsen-Anhalt und der Region Braunschweig-Wolfsburg. Wir beraten nicht zu Fördermitteln, setzen aber IT-Vorhaben um - von der IT-Betreuung zum monatlichen Festpreis über Installation und Wartung Ihrer Fachsoftware bis zu Datenschutz und Datensicherheit. Was wir für Mittelstand und Handwerk tun, lesen Sie auf der Branchenseite, mehr über uns unter Über okm.
Sie planen ein Digitalisierungs- oder IT-Sicherheitsprojekt? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was technisch sinnvoll ist - damit Sie Ihr Vorhaben rechtzeitig vor dem 16. November beschreiben können.
Was bedeutet das für Sie?
Wenn Sie in Sachsen-Anhalt ein Digitalisierungs- oder IT-Sicherheitsvorhaben planen, bleiben bis zum Antragsstart knapp vier Wochen. Weil das Verfahren nach 90 Anträgen schließt, zählt eine vollständige Vorbereitung:
- Beschreiben Sie jetzt Vorhaben und Ausgangslage.
- Bereiten Sie Angebote und die Wirtschaftlichkeitsrechnung vor.
- Erledigen Sie Registrierung und Unterlagen vor dem 16. November.
Bei der technischen Seite - Bestandsaufnahme, Planung und Umsetzung - unterstützt Sie okm gern.


