Für IT-Vorhaben kleiner und mittlerer Betriebe gibt es in der Region derzeit vor allem zwei Zuschussprogramme: In Sachsen-Anhalt fördert DIGITAL INNOVATION bis zu 50 Prozent, höchstens 70.000 Euro, die nächste Antragsrunde startet am 16. November 2026. In Sachsen zahlt die SAB den Digitalisierungszuschuss, aktuell nur noch in Leipzig, im Landkreis Leipzig und in Nordsachsen. In Niedersachsen ist der Digitalbonus ausgelaufen. Für alle Programme gilt: Antrag vor Vorhabenbeginn.
Dieser Ratgeber zeigt die Förderung der Digitalisierung im Überblick (Stand: November 2026): welche Programme für IT-Sicherheit, Software und digitale Abläufe in Frage kommen, was ausdrücklich nicht gefördert wird und wie Sie Ihr Vorhaben vorbereiten. Umsetzen lässt sich ein gefördertes IT-Projekt mit einem Dienstleister aus der Region, zum Beispiel mit der okm Bürosysteme GmbH, die Planung, Einrichtung und Betreuung aus einer Hand übernimmt.
Welche Förderung für Digitalisierung gibt es in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen?
Die wichtigsten Zuschüsse und Darlehen für IT-Vorhaben in den drei Ländern auf einen Blick:
| Land | Programm | Förderung | Stand November 2026 |
|---|---|---|---|
| Sachsen-Anhalt | DIGITAL INNOVATION (Investitionsbank Sachsen-Anhalt) | Zuschuss bis 50 Prozent, höchstens 70.000 Euro, Gesamtkosten bis 200.000 Euro | Antragsrunde ab 16.11.2026, 13:00 Uhr, endet nach 90 Anträgen |
| Sachsen-Anhalt | IB-Digitalisierungsdarlehen | Darlehen von 10.000 bis 1,5 Millionen Euro, Laufzeit bis 10 Jahre | Antrag vor Beginn der Maßnahme |
| Sachsen | Digitalisierung Zuschuss EFRE (SAB) | Zuschuss bis 60 Prozent (Heranführungsprojekte) bzw. bis 50 oder 35 Prozent (Transformationsprojekte) | Antragsstopp seit 17.07.2026 außer in Leipzig, Landkreis Leipzig und Nordsachsen |
| Niedersachsen | Digitalbonus.Niedersachsen-innovativ (NBank) | - | ausgelaufen zum 31.12.2025, kein Nachfolger veröffentlicht |
Die Zahlen stammen aus den Programmseiten der Förderbanken. Fördersätze und Fristen können sich ändern, maßgeblich ist immer der aktuelle Stand bei der Förderbank.
Sachsen-Anhalt: Was fördert DIGITAL INNOVATION?
Mit DIGITAL INNOVATION unterstützt das Land Sachsen-Anhalt kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte im Land bei investiven Digitalisierungsprojekten. Gefördert werden laut Investitionsbank unter anderem:
- die Digitalisierung interner Abläufe und Services,
- digitale Vorgänge mit Außenwirkung sowie Marketing- und Vertriebsstrategien,
- die Einrichtung und Erhöhung der IT-Sicherheit.
Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Personal- und Sachausgaben, Investitionen und Dienstleistungen, höchstens 70.000 Euro. Der Mindestförderbetrag liegt bei 3.000 Euro, die Gesamtkosten dürfen 200.000 Euro nicht übersteigen, die Projektlaufzeit höchstens zwölf Monate.
Wichtig für die Planung: Seit der Richtlinienänderung zum 15. Juli 2026 gibt es keine Wettbewerbsrunden mehr. Anträge werden direkt gestellt und müssen eine Mindestpunktzahl erreichen. Laut 9. Förderaufruf startet die nächste Runde am 16. November 2026 um 13:00 Uhr, das Budget beträgt bis zu 6,3 Millionen Euro, und das Verfahren schließt, sobald 90 Anträge eingegangen sind. Eine Ersatzbeschaffung ist ein Ausschlusskriterium; die bloße Anschaffung neuer Geräte erhält bei der Innovationsbewertung nur die niedrigste Punktzahl. Mehr zum Ablauf lesen Sie in unserem Beitrag Förderung für Digitalisierung in Sachsen-Anhalt.
Für größere Vorhaben bietet die Investitionsbank außerdem das IB-Digitalisierungsdarlehen an: 10.000 bis 1,5 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen und Freiberufler, ebenfalls mit Antrag vor Beginn der Maßnahme.
Sachsen: Was gilt beim Digitalisierungszuschuss der SAB?
Die Sächsische Aufbaubank fördert mit dem Programm Digitalisierung Zuschuss EFRE zwei Arten von Vorhaben:
- Heranführungsprojekte für Kleinstunternehmen beim ersten Digitalisierungsprojekt: bis zu 60 Prozent, förderfähige Ausgaben von 5.000 bis 10.000 Euro.
- Transformationsprojekte für kleine und mittlere Unternehmen: bis zu 50 Prozent bei Klein- und Kleinstunternehmen (Ausgaben bis 60.000 Euro), bis zu 35 Prozent bei mittleren Unternehmen (bis 100.000 Euro). Die Verbesserung der IT-Sicherheit ist ausdrücklich als Beispiel genannt.
Bei Tarifbindung steigt der Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Förderfähig sind Planung, technische Umsetzung durch Fremdleistungen, Hardware und Software, laut Förderdatenbank des Bundes auch per Miete oder als „Software as a Service“, sowie die Einführung samt Schulung. Antragsberechtigt sind auch Angehörige der Freien Berufe, also etwa Kanzleien und Praxen.
Die Einschränkung: Wegen der hohen Nachfrage nimmt die SAB seit dem 17. Juli 2026 in Dresden, Chemnitz und den übrigen Landkreisen der Übergangsregion keine neuen Anträge mehr an. Möglich bleibt der Antrag in der Stadt Leipzig, im Landkreis Leipzig und im Landkreis Nordsachsen. Betriebe dort, etwa im Raum Leipzig mit einem IT-Dienstleister aus der Region, sollten ihr Vorhaben nicht auf die lange Bank schieben.
Niedersachsen: Gibt es noch einen Digitalbonus?
Nein. Die Richtlinie Digitalbonus.Niedersachsen-innovativ ist laut NBank mit Ablauf des 31. Dezember 2025 außer Kraft getreten, Anträge sind nicht mehr möglich. Ein Nachfolgeprogramm für IT-Anschaffungen hat die NBank bisher nicht veröffentlicht. Ihr Programm „Niedrigschwellige Innovationen in KMU und Handwerk“ zielt auf eigene Entwicklungsvorhaben für neue oder verbesserte Produkte, Verfahren und Dienstleistungen; routinemäßige Änderungen sind dort ausgeschlossen. Betriebe in der Region Braunschweig sollten bei einem IT-Vorhaben deshalb vorab bei NBank oder Kammer nachfragen, ob ein Programm passt.
Welche IT-Vorhaben passen zur Förderung der Digitalisierung?
Gefördert wird in der Regel nicht der Austausch alter Geräte, sondern ein Vorhaben, das Ihren Betrieb digital voranbringt. Typische Beispiele:
- IT-Sicherheit: Firewall, Datensicherung mit Wiederherstellungskonzept, Absicherung von Fernzugriffen, Sensibilisierung der Mitarbeiter.
- Software und Abläufe: Einführung einer Branchen- oder Warenwirtschaftssoftware, digitale Ablage, digitale Rechnungsverarbeitung. Mehr zur Installation und Wartung Ihrer Fachsoftware.
- Zentrale IT: ein Server oder eine Private Cloud, über die Büro, Homeoffice und unterwegs sicher arbeiten. Ob eine Miete förderfähig ist, regelt jedes Programm selbst: In Sachsen nennt die Förderung Miete und Software as a Service ausdrücklich, in Sachsen-Anhalt klären Sie das vorab mit der Investitionsbank. Mehr zum gemieteten Server mit Betreuung.
Gerade für den IT-Service für Mittelstand und Handwerk lohnt es sich, mehrere kleine Maßnahmen zu einem schlüssigen Vorhaben zu bündeln, statt einzelne Geräte zu kaufen.
Checkliste: So bereiten Sie ein gefördertes IT-Vorhaben vor
- Ist-Stand erfassen: Welche Systeme laufen heute, wo hakt es, was fehlt bei der IT-Sicherheit?
- Ziel beschreiben: Was soll nach dem Projekt besser laufen? Ein Soll-Ist-Vergleich ist bei der SAB Voraussetzung, bei der IB beschreibt die Projektskizze Innovationsgehalt, Nutzen und Wirtschaftlichkeit.
- Angebote einholen: Kosten für Hardware, Software und Dienstleistungen getrennt aufführen lassen.
- Antrag vor Beginn: Keinen Auftrag erteilen, bevor der Antrag gestellt ist. Wann Sie frühestens beginnen dürfen, steht in den Merkblättern der Förderbank; wer zu früh bestellt, verliert in der Regel die Förderung.
- Termine beachten: In Sachsen-Anhalt zählt die Reihenfolge ab 16. November, 13:00 Uhr, bis 90 Anträge eingegangen sind.
- Finanzierung sichern: Bei der SAB wird der Zuschuss erst nach Umsetzung als Erstattung ausgezahlt. Planen Sie Eigenanteil und Vorfinanzierung von Anfang an ein.
Ob ein Vorhaben gefördert wird, entscheidet allein die Förderbank. Für die Antragsberatung sind Förderbank, Kammer oder ein Fördermittelberater zuständig. Ein IT-Dienstleister hilft Ihnen dabei, das Vorhaben technisch sauber zu planen und die Angebote aufzustellen. Für eine strukturierte Bestandsaufnahme bietet okm die IT-Infrastruktur-Analyse an, die Ihre IT-Umgebung erfasst und daraus praxisnahe Empfehlungen ableitet.
okm ist seit 1990 IT-Systemhaus in Magdeburg und betreut kleine und mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe, Kanzleien und Praxen im Großraum Magdeburg, in der Region Braunschweig-Wolfsburg und im Harz. Unser Technikerteam übernimmt Wartung, Reparaturen und Updates. Mehr über uns lesen Sie unter Über okm.
Sie planen ein IT-Vorhaben und möchten die Förderung nutzen? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in Ruhe, was technisch sinnvoll ist und wie wir Ihr Vorhaben umsetzen.
Was bedeutet das für Sie?
- Betriebe in Sachsen-Anhalt: Wenn Sie in der Runde ab 16. November dabei sein wollen, sollten Projektskizze und Angebote jetzt vorbereitet werden.
- Betriebe in Leipzig, im Landkreis Leipzig und in Nordsachsen: Der SAB-Zuschuss ist noch offen, die Nachfrage aber hoch.
- Betriebe in Niedersachsen: Rechnen Sie aktuell nicht mit einem Digitalbonus und fragen Sie vor größeren Vorhaben bei NBank oder Kammer nach.
- Alle: Kein Auftrag vor dem Antrag, und kein Vorhaben ohne klares Ziel.
okm plant mit Ihnen das IT-Vorhaben, setzt es um und betreut es danach, die Entscheidung über die Förderung liegt bei der Förderbank.
Häufige Fragen zur Förderung der Digitalisierung
Muss der Förderantrag vor dem Auftrag gestellt werden?
Ja. Bei allen genannten Programmen muss der Antrag vor Beginn des Vorhabens gestellt werden; bei der SAB darf das Projekt erst nach der Bestätigung per E-Mail beginnen. Wer vorher bestellt, verliert in der Regel den Anspruch auf Förderung.
Wird IT-Sicherheit gefördert?
Ja, in beiden aktiven Zuschussprogrammen: DIGITAL INNOVATION nennt die Einrichtung und Erhöhung der IT-Sicherheit, die SAB nennt bei Transformationsprojekten die Verbesserung der IT-Sicherheit und des Informationsschutzes.
Kann ich einen gemieteten Server fördern lassen?
Das hängt vom Programm ab. In Sachsen sind Miete und Software as a Service laut Förderdatenbank des Bundes förderfähig. In Sachsen-Anhalt klären Sie das vor dem Antrag mit der Investitionsbank.
Hilft okm beim Förderantrag?
okm plant und setzt das IT-Vorhaben um und liefert die technische Beschreibung und die Angebote dafür. Die Antragsberatung und die Förderzusage liegen bei Förderbank, Kammer oder Fördermittelberater.


