Ein eigener Serverraum kostet deutlich mehr als der Server selbst: Strom rund um die Uhr, Kühlung, Notstrom, Zutritts- und Brandschutz sowie Wartung kommen jedes Jahr dazu. Für kleine Betriebe, Handwerk und Bau lohnt sich deshalb ein ehrlicher Vergleich mit einem gemieteten Server im Rechenzentrum, wie ihn zum Beispiel die okm Bürosysteme GmbH mit Rundum-Betreuung anbietet.
Was gehört zu einem Serverraum?
In vielen Betrieben steht der Server dort, wo gerade Platz war: im Abstellraum, unter dem Schreibtisch oder im Keller. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt im IT-Grundschutz-Baustein „Raum sowie Schrank für technische Infrastruktur“, worauf es bei einem Serverraum ankommt. Die Anforderungen lassen sich laut BSI auch auf einen einzelnen Serverschrank übertragen.
- Zutritt: Nur berechtigte Personen kommen hinein. Der Raum ist kein Durchgangsraum und gegen Einbruch geschützt.
- Klima: Temperatur und Luftfeuchtigkeit bleiben innerhalb der Grenzen, die der Hersteller im Datenblatt der Geräte angibt.
- Wasser: Durch den Raum führen keine Wasser-, Abwasser- oder Heizungsleitungen.
- Brandschutz: möglichst wenig brennbares Material im Raum; Wände, Decken und Türen sollen Feuer und Rauch mindestens 30 Minuten standhalten.
- Strom: Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), also ein Batteriepuffer, überbrückt kurze Ausfälle und erlaubt ein sicheres Herunterfahren.
- Wartung: Klimagerät, USV und Brandschutz werden regelmäßig geprüft und gewartet.
Der IT-Grundschutz ist ein Standard des BSI, kein Gesetz für jeden Betrieb. Er zeigt aber gut, welche Risiken ein Raum mit Servertechnik mit sich bringt - und welche Kosten entstehen, wenn man sie ernsthaft absichert.
Welche Kosten hat ein eigener Serverraum?
Viele Posten tauchen in keiner Kalkulation auf, weil sie über verschiedene Rechnungen verteilt sind: Der Strom läuft über den Zähler des Büros, das Klimagerät über den Haustechniker, die Arbeitszeit über den Kollegen, der sich nebenbei um die IT kümmert. Die folgende Übersicht hilft, alles an einer Stelle zu sammeln.
| Posten | einmalig | laufend |
|---|---|---|
| Server und Lizenzen | Anschaffung, nach einigen Jahren Ersatz | Software-Wartung und Updates |
| Strom | - | Betrieb rund um die Uhr, 8.760 Stunden im Jahr |
| Kühlung | Klimagerät und Einbau | Strom und Wartung des Klimageräts |
| Notstrom (USV) | Anschaffung | Batterietausch und Funktionstests |
| Zutritt und Brandschutz | Tür, Schloss, gegebenenfalls Umbau | regelmäßige Prüfungen |
| Datensicherung | Sicherungsgerät oder Speicher | Kontrolle der Sicherungen, Kopie außer Haus |
| Betreuung | Einrichtung | Arbeitszeit für Updates, Störungen und Überwachung |
Wie viel Strom verbraucht ein Server im Jahr?
Ein Server läuft Tag und Nacht. Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, was das bedeutet: Nimmt ein Server dauerhaft 300 Watt auf, verbraucht er in 8.760 Stunden rund 2.630 Kilowattstunden im Jahr. Die tatsächliche Leistungsaufnahme Ihres Geräts finden Sie im Datenblatt, oder Sie messen sie mit einem einfachen Strommessgerät an der Steckdose.
Was das kostet, hängt von Ihrem Tarif ab. Zur Einordnung nennt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in seiner BDEW-Strompreisanalyse vom August 2026 für das laufende Jahr im Durchschnitt 37,0 Cent je Kilowattstunde für Haushalte und 17,2 Cent für kleine bis mittlere Industriebetriebe. Im Beispiel wären das grob 450 bis 970 Euro im Jahr - allein für den Server, ohne Kühlung, USV und Netzwerktechnik. Ihren eigenen Preis je Kilowattstunde finden Sie auf Ihrer Stromrechnung (Stand: Oktober 2026).
Was heißt ein eigener Serverraum für Handwerk und Bau?
Im Handwerk und im Bau kommt eine Besonderheit dazu: Die Mitarbeiter sind auf Baustellen und bei Kunden unterwegs, brauchen aber Zugriff auf Aufträge, Pläne und Branchensoftware. Steht der Server im Büro, muss er dafür von außen sicher erreichbar sein - mit abgesichertem Fernzugang und einer Internetleitung, die das trägt. Fällt im Büro der Strom oder die Leitung aus, steht auch die Baustelle ohne Daten da.
Handwerk und Baunebengewerbe gehören bei okm fest zum Kundenkreis. Dort stehen mobile Geräte, sichere Datenablage und Branchensoftware aus dem Rechenzentrum im Mittelpunkt, wie die Übersicht IT-Lösungen nach Branche zeigt. Was Betriebe ohne eigene IT-Abteilung brauchen, lesen Sie auf der Seite IT-Service für Mittelstand und Handwerk.
Wann lohnt sich ein gemieteter Server im Rechenzentrum?
Beim gemieteten Server steht die Technik nicht im eigenen Haus, sondern in einem Rechenzentrum, das auf Kühlung, Notstrom, Brand- und Zutrittsschutz ausgelegt ist. Statt Anschaffung und vieler Nebenkosten zahlen Sie eine monatliche Gebühr. Das lohnt sich vor allem, wenn ein neuer Server ohnehin fällig ist, der Serverraum nachgerüstet werden müsste oder niemand im Betrieb Zeit für die Betreuung hat.
Bei okm laufen gemietete Server im eigenen okm-Rechenzentrum in Deutschland. okm kümmert sich um Betrieb, Wartung und Updates; die laufende Betreuung umfasst Monitoring, Backup und Support. Sie zahlen eine planbare monatliche Gebühr für die Ressourcen, die Sie wirklich brauchen, und vorhandene Systeme werden geprüft und weiter genutzt, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Mehr dazu unter Server im okm-Rechenzentrum mieten.
Ein eigener Server kann trotzdem passen, etwa wenn Geräte im Haus direkt daran hängen oder die Internetanbindung am Standort nicht ausreicht. Den ausführlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber Server mieten oder kaufen?.
Checkliste: So prüfen Sie Ihren Serverraum
- Wo steht der Server, und wer hat einen Schlüssel?
- Wie warm wird der Raum im Sommer, und passt das zu den Angaben im Datenblatt?
- Laufen Wasser- oder Heizungsleitungen durch den Raum?
- Gibt es eine USV, und wann wurden Batterie und Funktion zuletzt geprüft?
- Wie viel Strom verbrauchen Server und Klimagerät im Jahr?
- Wann endet der Support für Hardware und Betriebssystem? Für Windows Server 2016 endet der erweiterte Support von Microsoft am 12. Januar 2027.
- Liegt eine Sicherung außerhalb des Raums, und wurde die Wiederherstellung getestet? Mehr dazu im Ratgeber Datensicherung im Unternehmen.
- Wer kümmert sich um den Server, wenn der zuständige Kollege im Urlaub ist?
Wenn Sie mehrere Fragen nicht sicher beantworten können, hilft eine strukturierte Bestandsaufnahme. Mit der IT-Infrastruktur-Analyse erfasst okm Ihre IT-Umgebung und den Zustand der Systeme und leitet daraus praxisnahe Empfehlungen ab.
okm ist seit 1990 IT-Systemhaus in Magdeburg und betreut kleine und mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe, Kanzleien und Praxen im Großraum Magdeburg, in der Region Braunschweig-Wolfsburg und im Harz. Unser Technikerteam übernimmt Wartung, Reparaturen und Updates. Mehr über uns lesen Sie unter Über okm.
Sie überlegen, ob Ihr Serverraum noch zeitgemäß ist? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in Ruhe, ob sich Nachrüsten oder ein gemieteter Server für Ihren Betrieb mehr lohnt.
Was bedeutet das für Sie?
- Sammeln Sie alle Kosten rund um den Server an einer Stelle - auch Strom, Kühlung, Wartung und Arbeitszeit.
- Gehen Sie die Checkliste oben einmal mit dem Kollegen durch, der sich um die IT kümmert.
- Steht ein neuer Server oder ein Umbau an, vergleichen Sie die Gesamtkosten mit einem gemieteten Server, bevor Sie investieren.
okm unterstützt Sie dabei mit Bestandsaufnahme, Konzept und Umsetzung bis zur laufenden Betreuung.
Häufige Fragen zum Serverraum
Braucht ein kleiner Betrieb überhaupt einen Serverraum?
Nicht zwingend. Ein einzelner Server kann auch in einem abschließbaren Serverschrank stehen; das BSI überträgt seine Anforderungen an Räume ausdrücklich auch auf Schränke. Entscheidend ist, dass Zutritt, Temperatur, Strom und Brandschutz geregelt sind. Alternativ läuft der Server gemietet im Rechenzentrum.
Welche Temperatur braucht ein Serverraum?
Der BSI-Baustein nennt keine feste Zahl. Maßgeblich sind die Angaben der Hersteller im Datenblatt zu Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Prüfen Sie vor allem im Sommer, ob Lüftung oder Klimagerät ausreichen.
Was kostet ein eigener Server im Jahr an Strom?
Das hängt von Gerät und Tarif ab. Ein Server mit dauerhaft 300 Watt verbraucht rund 2.630 Kilowattstunden im Jahr; mit den BDEW-Durchschnittspreisen 2026 sind das grob 450 bis 970 Euro, ohne Kühlung und USV.
Kann ich meinen vorhandenen Server weiter nutzen, wenn ich auf einen gemieteten Server umsteige?
Das hängt vom Einzelfall ab. okm prüft vorhandene Systeme und nutzt sie weiter, wenn es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.


